Meine Liebe zum Singen

machte sich schon sehr zeitig bemerkbar. Bereits mit 2 Jahren fand ich heraus, dass ich mein zu Bett gehen hinauszögern konnte, wenn ich meinen Eltern mein gesamtes Kinderlieder- Repertoire vortrug. Was immerhin schon gute 15 Minuten ausmachte. ☺ In der ersten Klasse war mir sonnenklar, dass ich Sängerin werde. Meine Mutter wollte, dass ich Klavier lerne. Mein Vater war der Meinung, ich solle mit Flöte anfangen, die würde in jeden Mülleimer passen, falls ich nicht musikalisch sei. So kam ich mit 6 Jahren zur Flöte.

Beim Vorsingen für die Aufnahmeprüfung der Chorklassen in der Spezialschule für Musik, mit 9 Jahren, staunte das Fachpublikum darüber, dass ich a capella die Tonlage exakt hielt. Das hatte zu Folge, dass ich in Magdeburg die einzige Schülerin war, die direkt aufgenommen wurde. Hier bekam ich eine umfangreiche, musikalische Ausbildung.

Neben der Grundausbildung in Musiktheorie erhielt ich auch den Abschluss in Chordirigat. Großes Gewicht hatten die Fächer Konzertblockflöte, Gesang und Klavier. Ich gab frühzeitig Konzerte für Gesang und Blockflöte und habe an zahlreichen Wettbewerben teilgenommen.
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Studium

Nach dem Abitur entschied ich mich ausschließlich dem Gesang zu widmen und studierte klassischen Gesang in Magdeburg. Ich wurde ausgebildet in Oper, Lied, Oratorium, Musical, Tanz und Stepptanz. Dazu begleitend erhielt ich eine sehr fundierte Schauspielausbildung.

Nach dem Vordiplom in Magdeburg habe ich an der Hochschule für Musik Karlsruhe in Gesangspädagogik mit ‚Sehr Gut‘ abgeschlossen.

Danach konnte und wollte mich nie mehr auf eine einzige Musikrichtung festlegen. Eine einzige Musikrichtung hätte mich auf Dauer nicht „satt“ gemacht.
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Pandora

Neben den „üblichen Konzerten und Auftritten“ lebte ich also meine „Buntheit“ und schloss mich auch der Künstlergruppe Pandora an: Gemeinsam mit Moonsuk Kang, Timothy Phillips und Barbara Hennerfeind brachten wir in einem außergewöhnlichen Konzept, die ebenso außergewöhnlichen Kostüme von Edina Thern in Form von Kunstmodenshows auf die Bühne.

Sowohl Kostüme als auch Shows wurden thematisch an den jeweiligen Ort und die inhaltliche Vorgabe angepasst. So trugen wir Kostüme aus Filmdosen und Dias zur Eröffnung einer großen Fotoausstellung, oder Mäntel aus Orangenschalen, Tablettenblistern und Zigarettenkippen auf der Abendveranstaltung eines Gesundheitskongresses.

Die Musik, nach der wir uns über den Laufsteg bewegten, kam nicht vom Band, sondern wurde von uns selbst live und laufend gestaltet. Das heißt, wir sangen und spielten Instrumente während des Modelns.
 
Feuerlilie

Nach meiner ersten „Babypause“ wurde ich „Feuerlilie“ in der ebenso bunten, wie temperamentvollen Musikerformation „Theo und die Feuerlilien“.

Hier stand ich mit Andreas Dilles (Klavier), Ruth Dilles, Petra Rosenberg und Angela Ziegler in verschiedenen Revuen und Shows auf der Bühne.

Zu meiner großen Freude kamen hier sehr viele meiner bevorzugten Geschmacksrichtungen zusammen. 20-er, 30-er, und 50-er Jahre bildeten gemischt mit Oper, Operette, Musical, bis hin zu Brecht-Weill-Interpretationen einen aufregenden Cocktail.
 
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Die heilende Seite des Gesangs

Im Laufe meiner Gesangsausbildung bin ich immer wieder auf gesangliche Hürden und Hindernisse gestoßen, die sich rein technisch nicht lösen ließen, und die mich dazu bewegt haben, eine dreijährige Heilerausbildung zu machen.

Durch ständiges Beobachten und Ausprobieren sind mir Zusammenhänge zwischen Schwingungen, Tönen und Mustern emotionaler wie seelischer Art klarer geworden. Die Erfahrungen als Gesangslehrerin und als Heilerin veranlassten mich dazu, Gesang und Heilung zu verbinden und als festes Element in den Unterricht zu integrieren.

Dies geschieht in ganz normalen, „kleinen“ Prozessen, die uns in unserem täglichen Tun und Handeln teils bemerkt, teils unbemerkt, begleiten. Hier ist in meinen Augen gerade die Stimme als emotionale Tragstruktur besonders wichtig.